Unentschieden gegen Weimar

Nach der längeren Osterpause empfingen die Wölfe in der heimischen Riethsporthalle die Mannschaft aus Weimar. Die Gäste, die sich weiterhin mitten im Abstiegskampf befinden, hatten nach der deutlichen Hinspielniederlage noch eine Rechnung offen. Rund 370 Zuschauer durften sich daher auf ein packendes Oberligaspiel freuen.

Offener Schlagabtausch in Halbzeit eins

Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche Begegnung, in der sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. In der 18. Minute sorgte Vincent Barthel mit seinem Treffer zum 12:8 erstmals für einen Vier-Tore-Vorsprung der Wölfe. Doch Weimar zeigte sich unbeeindruckt, kämpfte sich zurück und glich in der 25. Minute zum 15:15 aus. Bis zur Pause drehten die Gäste die Partie sogar noch und gingen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Kabine.

Weimar legt nach, Wölfe kämpfen sich zurück

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie hochspannend. Weimar erwischte den besseren Start und baute den Vorsprung bis zur 40. Minute auf vier Tore aus. Selbst die offensive 7:6-Variante der Wölfe brachte zunächst nicht den erhofften Erfolg. Vor allem in der Defensive fehlte der nötige Zugriff, sodass die Gäste immer wieder durch einfache Stoßbewegungen zu leichten Toren kamen.

Doch die Wölfe bewiesen einmal mehr ihre Heimstärke und gaben sich zu keinem Zeitpunkt geschlagen. Mit großem Kampfgeist arbeiteten sie sich Tor um Tor heran und stellten in der 55. Minute den Ausgleich zum 32:32 her.

Punkteteilung nach dramatischer Schlussphase

In der Schlussminute bot sich den Wölfen sogar noch die große Chance auf den Sieg. Nach einem sehenswert herausgespielten Angriff scheiterte Moritz Kempe, der eines seiner stärksten Spiele im Wölfe-Trikot zeigte, jedoch am stark reagierenden Gästekeeper.

So blieb es am Ende bei einem leistungsgerechten Unentschieden, über das sich die abstiegsbedrohten Gäste aus Weimar wohl etwas mehr freuen dürften als die Wölfe, die ihren Platz im gesicherten Mittelfeld der Oberliga behaupten.

Bereits am kommenden Wochenende steht für die Wölfe das letzte Auswärtsspiel der Saison in Ziegelheim auf dem Programm. Eine Woche später folgt dann das große Saisonfinale in der Riethsporthalle, wenn um 19:30 Uhr der Vizemeister aus Werratal zu Gast ist.

Für die Wölfe Erfurt am Ball: 

Jakob Breyer, Hannes Oppermann, Adrian Jemric (1), Tim Strzala (12 7/7 7m), Vincent Barthel (7), Max Riedel (4), Roland-Hajaniaina Thrimoson (TW), Moritz Kempe (4), Max-Florian Köthe, Ben Weise, Aron Kellner (5), Marian Mügge (TW)

Wölfe Frauen feiern klaren Auswärtssieg

Die Wölfinnen Erfurt haben ihr Auswärtsspiel bei der HSG Ilm-Kreis souverän mit 36:25 gewonnen und damit den 2. Tabellenplatz eindrucksvoll gefestigt. Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen: Bis zur 15. Minute trennten beide Teams nie mehr als zwei Tore, das Spiel wogte hin und her und keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Doch dann zündeten die Wölfinnen den Turbo. Mit konsequenter Abwehrarbeit, hohem Tempo und einer starken Chancenverwertung setzten sie sich Schritt für Schritt ab und erspielten sich bereits zur Pause einen komfortablen 21:14‑Vorsprung.

Auch in der zweiten Halbzeit ließen die Erfurterinnen nichts mehr anbrennen. Sie kontrollierten das Spielgeschehen, bauten ihren Vorsprung weiter aus. Am Ende stand ein deutlicher 36:25‑Erfolg, der vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung glänzte. Gleich zehn verschiedene Spielerinnen trugen sich in die Torschützinnenliste ein.

Mit diesem Sieg behaupten die Wölfe Erfurt ihren 2. Platz und liegen weiterhin einen Punkt vor Saalfeld. Da nur noch ein Spiel aussteht, haben die Wölfinnen die Vizemeisterschaft nun komplett selbst in der Hand.

Für die Wölfinnen Erfurt am Ball: 

Anne Sophie Hellbarth (5), Franziska Lücke, Kaja Fischer (4), Victoria Pristas (6 4/4 7m), Lisa-Marie Liening (6), Klara Ringwald (1), Amelie Herzberg (1), Tina Ernst (TW), Luzie Angermann (4), Tia Lösch (1), Gezime Dorzaj (TW), Isabell Schiano (3), Nicole Braun (5)