Am Samstagabend empfingen die Wölfe Erfurt den HSV Ronneburg in der Riethsporthalle. Nach der unglücklichen Niederlage im Hinspiel im November war die Motivation groß, vor heimischem Publikum ein anderes Gesicht zu zeigen und wichtige Punkte einzufahren. Die Mannschaft setzte dieses Vorhaben konsequent um und belohnte sich am Ende mit einem verdienten 27:22 (15:13)-Heimerfolg.
Heimsieg gegen Ronneburg – Wölfe Erfurt behalten die Kontrolle
Ausgeglichener Start, Wölfe setzen sich ab
Die Partie begann auf Augenhöhe, ohne dass sich zunächst eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Über den treffsicheren Rückraum – allen voran Max Riedel – und mit konsequentem Tempospiel übernahmen die Hausherren jedoch zunehmend die Kontrolle. Beim Stand von 8:6 (17.) durch Max Köthe gelang erstmals eine Zwei-Tore-Führung.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit versuchten die Wölfe, den Vorsprung auszubauen. Vor allem Vincent Barthel war in dieser Phase kaum zu stoppen und sorgte mit wichtigen Treffern dafür, dass die Führung behauptet werden konnte. Auf Seiten der Gäste überzeugten insbesondere Karel Kraus und Justin Glöditzsch im Angriff. Trotz einiger Zeitstrafen und vergebener Siebenmeter blieb Erfurt stabil und ging mit einer verdienten 15:13-Führung in die Pause.
Wölfe behalten auch nach der Pause die Oberhand
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst eng. Ronneburg kämpfte sich mehrfach heran und konnte beim 16:16 zwischenzeitlich ausgleichen. Doch die Wölfe zeigten die richtige Reaktion: Im Angriff wurden immer wieder Lösungen gefunden, und auch kleinere Fehler brachten das Team nicht aus dem Konzept.
Defensiv stabilisierte sich Erfurt zunehmend. Besonders wichtig: Top-Torjäger Mirko Alexy konnte über weite Strecken gut kontrolliert werden. Auch gegen Kreisläufer Smielkov, der im Hinspiel noch große Probleme bereitet hatte, fand die Abwehr diesmal die passende Antwort.
Entscheidung in der Schlussphase
In der Schlussviertelstunde zogen die Wölfe dann entscheidend davon. Mit einem konzentrierten Lauf bauten sie den Vorsprung Tor um Tor aus. Spätestens beim 24:20 war die Richtung klar, und Erfurt ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Ein entscheidender Faktor war dabei erneut die Torhüterleistung: Nach seiner Einwechslung parierte Clemens Rein mehrere freie Würfe und gab der Mannschaft wichtigen Rückhalt. Bitter allerdings: Nach einer Aktion im 7-gegen-6 knickte Rein wenige Minuten vor Spielende um und wird mit einer Bänderverletzung voraussichtlich einige Wochen fehlen.
In den Schlussminuten brachten die Wölfe den Vorsprung souverän über die Zeit und stellten den Endstand von 27:22 her. Die rund 320 Zuschauer in der Riethsporthalle sahen ein unterhaltsames Oberligaspiel mit dem besseren Ende für die Gastgeber.
Kampf um Platz 4 bleibt das Ziel
Vier Spieltage stehen für die Wölfe in der Oberliga noch aus. Mit dem Schwung der letzten Wochen will das Team weiter Richtung Platz 4 angreifen und die Saison auf einem starken Tabellenplatz hinter den Medaillenrängen abschließen. Die nächsten Punkte sollen am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim HBV Jena folgen.
Für die Wölfe Erfurt am Ball:
Aurel-Philipp Bartsch (0/1), Jakob Breyer, Hannes Oppermann, Adrian Jemric (1), Tim Strzala (4), Clemens Rein, Vincent Barthel (8), Max Riedel (9), Moritz Kempe, Max-Florian Köthe (3), Ben Weise, Aron Kellner (1), Julius Rein